|unterwegs| Burgstadt-Pfad im Hunsrück

Wir fahren in den Hunsrück zur Hängeseilbrücke Geierlay. So viel stand fest. Schön und gut, aber: Was gibt es denn sonst noch so im Hunsrück? Nehmt es mir nicht krumm, liebe Hunsrücker: Ich muss gestehen, dass der Hunsrück eher eine weiße, leere Fläche auf meiner persönlichen Deutschlandkarte war. Denn ich bin zwar immer schön auf der A61 Richtung Bonn gependelt, aber Stopp gemacht hab ich nie im Hunsrück. Außer für den Flughafen Hahn. Und der zählt nicht.

Nach einer kurzen Recherche waren wir aber sehr angetan. Es gibt in der Region rund um den Saar-Hunsrück-Steig 111 Traumschleifen, also Premiumwanderwege. Die Traumschleifen sind alle unterschiedlich lang und schwer, es ist also für jeden Geschmack etwas dabei – auch mit Hund!

Am Anreisetag haben wir nur noch eine der kürzeren Traumschleifen in Angriff genommen. Den Burgstadt-Pfad in Kastellaun. Der Burgstadt-Pfad hat einen einfachen Schwierigkeitsgrad und 7,4 Kilometer. War also super, um die Beine nach der zugegeben kurzen Autofahrt etwas auszuschütteln.

Los geht’s in Kastellaun am Parkplatz des BurgStadt-Hotels (Südstraße 34, 56288 Kastellaun). Durch einen herrlichen Wald geht es zu einem kleinen Seerosenteich. Bis man dort hinkommt, hat man sogar ein bisschen was gelernt. Zum Beispiel, wie das Holz unterschiedlicher Bäume aussieht. Das ist vor allem für Kinder spannend, kann ich mir vorstellen. Genau wie ein Klangspiel und ein toller Waldspielplatz. Nun hatte ich aber kein Kind, sondern einen Vierbeiner dabei.

Doch auch Hund Koa hat die einfachere Wanderung gut gefallen. Denn obwohl wir an einem Samstag bei bestem Wetter unterwegs waren, haben wir ganze drei (!) Menschen getroffen. Entsprechend war Koa viel schnüffelnd und entdeckend ohne Leine unterwegs – ein glücklicher Hund 🙂 Und was ist ein glücklicher Hund meistens auch? Richtig, dreckig. Beim Seerosenteich ist Koa erstmal durch den Matsch und hatte dann braune Stiefel an. Bild gibts in der Galerie 😉

Hightlight ist aber definitiv der Sturmwurferlebnispfad Kyrill am Ende des Weges. Ihr erinnert euch vielleicht noch an den Orkan Kyrill, der 2007 übers Land zog? Um den Orkan auch viele Jahre später erlebbar zu machen, gibt es den Pfad durch eine 1,5 ha große Fichtensturmwurffläche. Auf hölzernen Planken geht es durch den Wald, in dem die entwurzelten Bäume auch heute noch liegen – und kann entdecken, wie sich Pflanzen- und Tierwelt an die Situation angepasst haben. Gezimmerte Treppenstufen helfen dabei, über die umgestürzten Bäume zu steigen. Koa ist immer fröhlich voran und hat alle Treppen mit Leichtigkeit und viel Spaß genommen. Nur an einer Stelle blieb sie plötzlich stehen. Warum? Eine sehr steile Treppe (man könnte eher von einer Leiter sprechen), die ein Hund nicht alleine nehmen kann. Zum Springen war es Koa zu hoch, was mir ehrlich gesagt auch recht war. Also Koa kurz auf den Arm, Treppe runter und weiter gings. Sehr beeindruckend, der Sturmwurferlebnispfad.

Fazit: Was mich überzeugt hat, ist die Wegmarkierung – wirklich idiotensicher! Man kann guten Gewissens alle Karten zu Hause lassen, verlaufen ist nicht. Nach drei gelaufenen Traumschleifen kann ich vermuten: Das ist wirklich immer so. Top! Der Burgstadt-Pfad ist für meinen Geschmack etwas zu einfach (63 Erlebnispunkte) und ohne Steigungen, aber für eine schöne Spazierrunde wirklich perfekt. Dem Hund hat es auch gefallen 🙂

Bald erzähle ich euch noch von unserem Trip zur Hängeseilbrücke – Frau Pelz war irre tapfer und ist sogar zwei Mal drüber gestiefelt – und zwei weiteren Traumschleifen. Vielleicht habt ihr ja bald auch Lust auf einen Trip in den Hunsrück! Oder ihr seid schon gewandert im Hunsrück? Habt ihr einen Tipp? Ich freue mich über jeden Kommentar 🙂

Habt einen schönen Abend, ihr Lieben!

Koa & Maike

5 Gedanken zu “|unterwegs| Burgstadt-Pfad im Hunsrück

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