|Alltag| Das Pubertier im Reisegepäck

|Alltag| Das Pubertier im Reisegepäck

Wir hatten einen blinden Passagier im Auto: das Pubertier. Kaum in Holland angekommen, sprang es mir freudig vor die Füße. Oh nein!

Koa wird bald zwei Jahre alt. Ich hatte in den letzten Wochen immer wieder das Gefühl, dass Frau Pelz langsam aber sicher eine gewisse Gelassenheit gewinnt. Ich rede hier natürlich nicht davon, dass sie erwachsen wird – davon sind wir sicher noch ein gutes Jahr entfernt. Aber das Pubertier hatte uns schon eine Weile nicht mehr besucht.

Entsprechend groß war der Schock – äh… die Freude – über das Wiedersehen. Im Urlaub. Was sich das Pubertier ausgedacht hat?

Nun, vor lauter Aufregung über die neuen Gerüche, Wege und Vierbeiner stellte Koa gerne mal die Ohren auf Durchzug, wenn es um den Rückruf ging. Sie kam zwar immer, aber gerne mal mit ordentlicher Zeitverzögerung. Auch bei anderen Kommandos wie „Stopp“ an Fahrradwegen, die kreuzten oder unserem „in Deckung“ bei Joggern stellte sie mich gerne mal in Frage. Da wurde ein Schritt mehr gemacht als nötig, das Platz bei „in Deckung“ wurde schnell mal zum Sitz abgewandelt. Kreativ ist es ja, das Pubertier.

Eine diebische Freude hatte das Pubertier immer dann, wenn Koa an der Leine war. Die unzähligen Trainingsstunden Leinenführigkeit der letzten Wochen? Alle vergessen. Koa zog in ihrer Aufregung, was das Zeug hielt. Stehen bleiben. Sie zurückholen. Mit Leckerli locken. Hat alles nicht geholfen. Das war tatsächlich an Tag 1 so schlimm, dass es irgendwann ein Donnerwetter von mir gab… Das half dann zumindest ein bisschen. Aber während Rückruf und weitere Kommandos im Laufe der Woche wieder immer zuverlässiger klappten, blieb das entspannte Laufen an der Leine die ganze Woche meist eine Utopie.

Versteht mich nicht falsch: Wir hatten trotz Pubertier einen tollen Urlaub. Denn das Pubertier war nicht 24/7 dabei. Koa hat sich zum Beispiel im fremden Ferienhaus sofort wieder super entspannen können. Während hier in der Anlage viele Hunde aufgeregt in den Gärten bellten, lag Koa tiefenentspannt auf dem Gras und genoss die Sonne. Besonders stolz war ich, als sie bei einer Gruppe Pferde am Strand in etwas Abstand ablag, ohne zu zucken. Ihr müsst wissen: Pferde machen ihr irre Angst, das war also eine riesen Leistung.

Wie auch immer: Gebraucht hätte ich den Besuch des Pubertiers im Urlaub natürlich nicht. War jetzt aber eben so. Wie immer blieb ich ruhig und konsequent – und Zuhause wird jetzt mal ein paar Tage lang wieder die Schleppleine ausgepackt und intensiver trainiert. Wird schon wieder.

Wir machen uns jetzt erstmal auf den Heimweg. Zuhause werde ich dann mal in Ruhe ein paar Bilder für euch bearbeiten und noch über unser Reiseziel Noordwijk berichten. 🙂

Viele Grüße
Maike & Koa

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