|Alltag| 5 Tipps für den Welpenkauf

|Alltag| 5 Tipps für den Welpenkauf

Mich erreichen immer wieder Anfragen rund um Koa’s Welpenzeit – vom Züchter über die Erstausstattung oder zu Charakterfragen. Da es damals diesen Blog hier noch nicht gab, habe ich mir überlegt, die häufigsten Fragen in einer kleinen Welpen-Serie zu beantworten. Heute also der erste Teil mit meinen 5 Tipps für den Welpenkauf.

Denkt aber bitte daran: Ich bin kein Profi. Ich kann euch diese Tipps nur aus meinen eigenen Erfahrungen heraus geben – ohne Anspruch darauf, dass es bei euch genau so funktionieren kann oder muss… Oder ihr Dinge so seht, wie ich sie sehe…

Tipp 1: Informiert euch über die Rasse – VOR dem Welpenkauf

Mein erster Tipp liegt mir besonders am Herzen. Eine kleine Geschichte soll euch zeigen, wieso: Ich bin mit Koa auf einer Wiese unterwegs, wir treffen zufällig ein gleichaltriges Aussie-Mädchen und deren Besitzerin. Die beiden Mädels beginnen sofort zu toben. Frauchen sieht erleichtert aus und sagt: „Das ist gut, da ist sie müde, bis sie nach Hause kommt. Macht ihre Zuhause auch so viel kaputt?“ Ich verneine. Wir kommen ein wenig ins Gespräch und ich erzähle, dass ich Koa neben der körperlichen Auslastung auch geistig auslaste und Zuhause Ruhe angesagt ist. Bei der geistigen Auslastung habe ich nur in ein fragendes Gesicht geschaut…

Bevor ein Welpe einzieht, sollte man sich genau überlegen, ob die Rasse zu einem selbst und den Lebensumständen passt. Es gibt viele tolle Fachbücher in diese Richtung, für Australian Shepherd zum Beispiel Der Australian Shepherd** von Inga Paff. Aber auch im Internet gibt es kostenlos viele Infos zu den einzelnen Rassen. Stellt euch bitte immer die Frage: Kann ich dem Hund und seinen Bedürfnissen gerecht werden? Wer das aus meiner Erfahrung heraus nicht beachtet, macht nicht  nur den Hund, sondern damit auch sich selbst unglücklich.

Tipp 2: Schaut im lokalen Tierheim vorbei

Der zweite Tipp ist ganz klar: Schaut im lokalen Tierheim vorbei. Auch ich habe das einige Wochen lang gemacht, als klar war, dass ein Hund einziehen wird. Damals gab es aber vor allem Kangals und als „schwierig“ eingestufte Hunde. Trotz Hundeerfahrung meinerseits habe ich mir das einfach nicht zugetraut. Aber aktuell gäbe es zum Beispiel zwei tolle Hunde im Tierheim, denen ich gerne eine zweite Chance gegeben hätte.

Tipp 3: Sucht euch einen seriösen Züchter

Auch hier habe ich vorab eine kleine Geschichte für euch. Auf dem Hundeplatz bekam ich ein Gespräch mit. Die Dame meinte, der Züchter hätte ihr den Welpen als reinrassigen Labrador verkauft. Dass das allerdings kein reinrassiger Labrador sein konnte, sah man auf den ersten Blick.

Diese unseriösen Züchter machen mich traurig und wütend zugleich – die Menschen, die bei solchen Züchtern aus Unwissenheit einen Welpen kaufen allerdings auch. Denn es ist wie in allen Lebensbereichen so: Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Werden keine Welpen mehr bei unseriösen Züchtern gekauft, müssen sie ihre Zucht dicht machen. Und damit wäre vielen, vielen Hunden geholfen.

Wie findet man einen seriösen Züchter? Das ist einfacher, als man vielleicht denkt. Es gibt zum Beispiel beim Verband für das Deutsche Hundewesen (kurz VDH) eine Züchter-Suche. Die dort gelisteten Züchter sind seriöse Züchter, denen das Wohl das Welpen am Herzen liegt. Und bitte bedenkt eins: Ein liebevoll gezüchteter reinrassiger Welpe kostet Geld, gerne auch über 1.000 Euro. Wird ein reinrassiger Welpe deutlich unter Preis angeboten, sollte euch das stutzig machen…

Tipp 4: Besucht den Züchter und macht euch selbst ein Bild

Sobald ihr einen tollen Züchter gefunden habt, vereinbart einen Besuchstermin. Am besten schon, bevor die Welpen geboren werden. Denn wenn da fünf, sechs oder sieben Fellnasen rumhüpfen, ist es schwer, sich auf die Umgebung zu konzentrieren 😉

Auch ich habe mir Züchter persönlich angeschaut, bevor ich meine „Traum-Züchterin“ gefunden habe. So könnt ihr euch nicht nur anschauen, wo die Welpen später aufwachsen werden, sondern auch dem Züchter Fragen rund zur Rasse und Aufzucht stellen und euch beraten lassen. Außerdem gebt ihr so dem Züchter die Chance, euch als zukünftigen Hundebesitzer kennenzulernen.

Auf was ich geachtet habe? Mir persönlich war und ist es wichtig, dass die Welpen menschenbezogen aufwachsen. Bei meiner Züchterin leben die Welpen die ersten vier Wochen in ihrem Haushalt, bevor sie in ein Welpenhaus umziehen. Und auch dann geht es noch regelmäßig in die vier Wände der Züchterin, damit Geräusche wie Staubsauger, Mixer oder der Fernseher nichts Neues für die Kleinen sind. Sie toben im Garten, haben ein Bällebad, im Sommer ein Planschbecken, Wackelbretter und vieles mehr. Die Welpen fahren mit dem Auto zum Tierarzt, lernen andere Tiere und Kinder kennen. Das ist für meine eine liebevolle Aufzucht und Prägung 🙂

Tipp 5: Achtet auf den Charakter des Welpen, nicht die Optik

Sobald ein erfahrener Züchter gefunden ist und die Welpen geboren sind, kann ich euch nur einen Tipp geben: Achtet nicht primär auf das Aussehen des Hundes, sondern seinen Charakter. Mir war 2015 sowohl Geschlecht, als auch Farbe des Welpen völlig egal. Ich hatte meiner Züchterin beschrieben, welche Charaktereigenschaften mir wichtig sind – und sie hat mir Koa, damals noch „Indian Summer“, vorgeschlagen. Nachdem sich dann auch Koa für mich entschieden hatte, war die Sache klar. Denn letztlich sucht sich der Welpe sowieso sein künftiges Herrchen oder Frauchen selbst aus 😉


Warum mir dieser Punkt so wichtig ist? Gegenfrage: Was bringt es mir, wenn ich einen optisch ausgezeichneten Hund habe, der aber charakterlich gar nicht zu mir passt? Frust, ist die Antwort. Denn wenn ich zum Beispiel super sportlich unterwegs bin und mein Traum-Welpe aber mehr so der Sofa-Surfer ist, werden wir beide nicht glücklich. Und seien wir doch mal ehrlich: Alle Welpen sind süß, jeder auf seine eigene Art.

So, das waren meine fünf Tipps. Ich hoffe, ich konnte künftigen Welpenbesitzern ein bisschen helfen. Im nächsten Teil geht es um die Grundausstattung für einen Welpen – inklusive meiner Fehlkäufe 😉

Viele Grüße
Maike & Koa

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7 Gedanken zu “|Alltag| 5 Tipps für den Welpenkauf

  1. Das hast du gut geschrieben. Leider wird es die unseriösen Züchter immer geben,die du leider auch mittlerweile überall hast. Hilfreich ist es teils wirklich sich um zuhören,wer seinen Hund woher hat,eventuell den Züchter auf Herz und Niere prüfen. Was der wiederum auch bei dem neuen Herren machen sollte….Ist dem das schon ziemlich Wurst,wohin dein Welpe kommt….Sollte man zügig die Zucht verlassen…. Jetzt wo es auch noch ebaykleinanzeigen gibt,ist es noch schlimmer geworden . Jeder der sich einen Hund zu sich holen möchte, soll sich viel mit Leuten unterhalten,die schon diese Rasse besitzen….gucken,hören und doof fragen. Lg

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  2. Deine Tipps sind super, aber ich muss zugeben, dass ich keinen davon befolgt habe, bevor ich mir meinen Aussie Sherlock zugelegt habe. Ich denke, es ist ein bisschen wie mit einem Baby: Man lässt sich auf etwas ein, wovon man nur eine vage Vorstellung hat, aber tut alles dafür, damit es dem kleinen Wesen gut geht. Zum Beispiel bin ich eher die Couch-Surferin und Sherlock natürlich nicht, und das ist auch gut so. Durch meine ruhige Art wird er gelassener und durch seinen Enthusiasmus komme ich in Schwung. Nicht immer muss es eins zu eins passen, man darf sich auch ergänzen 😉
    Beim nächsten Hund werde ich besser Bescheid wissen und trotzdem bereue ich nichts. Ich muss dazu sagen: Die Züchterin war seriös.

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    1. Es gibt natürlich auch Beispiele wie deines, bei dem Gegensätze wunderbar funktionieren – was mich auch riesig freut! ☺️ Ich habe nur leider ganz oft das Gegenteil mit viel Frust auf beiden Seiten erlebt. Was natürlich für alle Beteiligten unheimlich traurig ist…

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