|Alltag| Begleithundeprüfung – wir haben’s geschafft!

8 Grad Celsius, viel Regen, Wind – nicht unbedingt die besten Grundvoraussetzungen für eine Begleithundeprüfung. Aber: Damit musste man leider Mitte November auch rechnen. Doch wie heißt es so schön?! Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung 😉

Koa stört Regen zum Glück nicht so sehr. Nachdem ich die Sachkundeprüfung bestanden hatte, war ich also ganz guter Dinge – und was soll ich sagen?! Wir haben bestanden. Juhu! Aber ganz ehrlich: Ich bin froh, dass die Begleithundeprüfung jetzt hinter uns liegt.

Die Sachkundeprüfung war schnell erledigt, also ging es raus ins Mistwetter. Koa ist schön aufmerksam gelaufen, aber drei Mal ist sie kurz von links nach rechts gewechselt. Wieso, das kann ich euch nicht sagen. Hat sie natürlich vor der Prüfung noch nie gemacht… Mein Trainer meinte, ich hätte einen Schritt schneller laufen müssen. Ich hatte allerdings schon ordentlich Tempo drauf und hatte ein wenig Angst davor, auszurutschen. Es war durch den Regen recht rutschig auf dem Platz. Wenn ich mich auf meinen Hintern gesetzt hätte, hätte das Koa sicher ziemlich aus dem Konzept gebracht 😉

Nach einem kurzen Fuß-Kommando ist Koa aber jeweils sofort zurück ins Fuß gesprungen, so dass es zwar Punktabzug gab, aber alles nicht so tragisch war. Sitz, Platz und Ablage hat toll geklappt. Ich bin also insgesamt sehr, sehr zufrieden und glücklich mit unserer Leistung.

Im Verkehrsteil habe ich Koa dann angemerkt, dass sie langsam müde wird. Nach müde kommt blöd. Deshalb war ich froh, als auch der Teil mit Bravour gemeistert war. Koa und ich haben tatsächlich die beste BH-Prüfung des Tages geschafft. Ein Hoch auf Frau Pelz!!!

Da mich über Instagram aber einige Rückfragen zur Begleithundeprüfung erreicht haben, hier ein kleiner Überblick über den Ablauf. Doch zuerst klären wir mal die Frage: Begleithundeprüfung – warum eigentlich?

Ich zitiere mal den Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) e.V.: „Ziel der Ausbildung zum Begleithund ist ein unbefangener, sozialverträglicher und vor allem ein verkehrssicherer Hund.“ Die bestandene Begleithundeprüfung ist grundlegende Voraussetzung um später zum Beispiel an Agility-Turnieren teilzunehmen. Es gibt auch Gemeinden, die die Hundesteuer nach bestandener Begleithundeprüfung reduzieren. Bei uns ging es weder um das eine, noch um das andere. Koa macht einfach Unterordnung wahnsinnig viel Spaß und ich wollte mal schauen, ob wir das schaffen können. 🙂

So viel also zum Warum. Jetzt ein kurzer Überblick zum Ablauf:

1. Sachkundeprüfung

Wie beim Führerschein auch, besteht die Begleithundeprüfung aus einem Theorie-Teil und einem praktischen Teil. Also muss zuerst der Hundeführer ran und einen Prüfungsbogen mit 20 Fragen beantworten. Sind mindestens 70 Prozent der Fragen richtig beantwortet, ist man bereit für den praktischen Teil.

2. Unterordnung nach Laufschema

Ist die Theorie erfolgreich abgehakt, geht es mit dem Hund weiter. Je zwei Mensch-Hund-Teams gehen dann gemeinsam auf den Hundeplatz. Während das erste Team ein vorgegebenes Laufschema abläuft, liegt der Hund des zweiten Teams ab, der Hundeführer steht 30 Schritt entfernt mit dem Rücken zum Hund. Dieser Übungsteil nennt sich „Ablage unter Ablenkung“.

Im Laufschema gibt es einen Teil mit und einen Teil ohne Leine – mit Wenden, Winkeln und Tempowechseln. Unter anderem geht es dann durch eine Personengruppe, es gibt Sitz mit Abholen und Platz mit Heranholen. Wenn euch das Laufschema im Detail interessiert, schaut euch gerne mal die Prüfungsordnung an.

Nachdem das erste Team das Laufschema gelaufen ist, wird gewechselt.

3. Verkehrsteil

 
Im dritten Teil geht es raus für die Mensch-Hund-Teams. Der Prüfer schaut sich an, wie sich der Hund gegenüber Joggern, Fahrradfahrern und anderen Hunden verhält. Der Hund sollte sich dabei immer neutral beziehungsweise freundlich verhalten.

Dann hat man es auch schon geschafft. Was ich aber noch erwähnen muss: Es gibt ein paar Voraussetzungen, damit man an der BH-Prüfung teilnehmen darf. Zum Beispiel muss der Hund mindestens 15 Monate alt sein. Mehr dazu gibt es auf den Seiten des VDH.

Ein aufregender Tag, kann ich euch sagen! Ich bin nicht so der ganz große Fan von Prüfungen, von daher bin ich wirklich froh, dass die Begleithundeprüfung vorbei ist. Und da wir uns jetzt donnerstags nicht mehr auf die Prüfung vorbereiten müssen, können wir zurück zum Longieren. Da freue ich mich wirklich sehr drauf.

Aber jetzt wünsche ich euch erstmal einen guten Start in die neue Woche.

Viele Grüße
Maike & Koa

4 Gedanken zu “|Alltag| Begleithundeprüfung – wir haben’s geschafft!

  1. Glückwunsch zur bestandenen Prüfung 🙂
    Wir haben sie auch abgelegt, das ist aber schon etwa 1 1/2 Jahre her. Bei uns gibt es keinen Theorieteil (Österreich) und der Verkehrsteil kommt vor der Unterordnung. Und beim Verkehrsteil hatte ich auch eindeutig mehr bedenken, da mein Kasperl gerne jeden begrüßt. Aber wir haben bestanden, trotz über 30 Grad. Oder vielleicht gerade deswegen, weil ihm zu heiß zum Blödsinn machen war.
    Im Frühjahr machen wir dann die BH1 mit, einfach weil unsere Trainerin der Meinung ist, das schafft er sowieso. Und bei uns in der Gemeinde ist es so, das man pro bestandener Prüfung ein Jahr von der Hundesteuer befreit ist.
    Liebe Grüße,
    Julia und Odin

    Gefällt 1 Person

    1. Vor dem Verkehrsteil hatte ich auch mehr bedenken – Koa ist auch so ein Hallo-Sager 😂
      Aber sehr cool, dass ihr dann von der Hundesteuer befreit werdet. Wäre schön, wenn das hier auch so wäre…
      Viele Grüße
      Maike und Koa

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