|Alltag| BARF – unsere erste Bilanz

Wir barfen jetzt seit etwas mehr als vier Wochen. Und da mich einige Fragen dazu erreicht haben, wollte ich euch heute eine erste Bilanz geben und von unseren Erfahrungen berichten. In Kürze: Es läuft. Super sogar.

Und jetzt die ausführlichere Version. Meine Züchterin ist ja auch Ernährungsberaterin für Hunde und war so lieb und hat uns einen Futterplan erstellt – perfekt auf Koa abgestimmt. Also habe ich ordentlich Fleisch eingekauft – 11 Kilo, um genau zu sein – und Koa noch mal auf die Waage gestellt, damit ich ihr Ausgangsgewicht habe. Mein Plan: Ich schaue mir vier Wochen lang an, wie Koa das Barfen verträgt und wie es ihr schmeckt. Dann entscheide ich, ob ich auch weiterhin barfe oder ich diese Entscheidung wieder rückgängig mache.

|Alltag| BARF - unsere erste BilanzDie ersten vier Wochen

Ich habe ihr in den ersten vier Wochen übrigens das Fleisch gewolft gefüttert und vor allem zu Beginn auf gut verträgliche Fleischsorten wie zum Beispiel Huhn gesetzt. Auch das Thema Knochen sind wir sehr langsam angegangen. Zu Beginn gab es Hühnerhälse, damit sich ihr Verdauungssystem langsam an Knochen und Knorpel gewöhnen kann. Montags haben wir übrigens einen Entlastungstag, also einen Veggie-Day.

Koa hat die Umstellung sehr gut weggesteckt und zu keinem Zeitpunkt mit Durchfall zu kämpfen gehabt. Womit sie allerdings ein wenig zu kämpfen hatte, waren die Knorpel in den Hühnerhälsen. In den ersten vier Wochen hat sie sich drei oder vier Mal nachts um 4 Uhr übergeben und mir kleine, saubere Knorpel ausgespuckt. Das hat sich jetzt aber auch erledigt – toi, toi, toi – und wir werden jetzt langsam auch das Knochen-Angebot weiter ausbauen.

Auch bei den Innereien mussten wir erst das passende für Frau Pelz finden. Denn den Rinderinnereien-Mix fand sie nicht so richtig prickelnd und hat die Stücke aussortiert. Hühnerleber schmeckt aber anscheinend ausgezeichnet. 😉

Nach vier Wochen habe ich Koa dann auf die Waage gestellt. Sie hat ihr Gewicht ganz wunderbar gehalten, wir müssen also den Futterplan nicht umstellen. Eine Änderung gibt es allerdings schon: Das Fleisch ist jetzt nicht mehr gewolft, sondern in Stücken.

Portionieren am Wochenende

Um von Montag bis Freitag mehr Zeit für Koa zu haben, stehe ich samstags in der Küche und portioniere die Woche vor. Sprich: Ich püriere die Obst-Gemüse-Kräuter-Mischung, packe das in Vorratsdosen und portioniere die richtige Menge Fleisch, Innereien, Knochen und Co. dazu. Das kommt alles in den Tiefkühler und ich muss abends immer nur die Tagesration aus dem Tiefkühlschank nehmen. Für mich als Vollzeit-Berufstätige ist das eine super Lösung und sehr stressfrei.

Wobei ich schon zugeben muss: Am Anfang hat mich das schon Zeit gekostet. Aber ich werde von Woche zu Woche schneller, weil einem einfach die Handgriffe schneller von der Hand gehen.

Fazit nach vier Wochen

Klares Fazit nach vier Wochen: Koa schmeckt das Rohfleisch ausgezeichnet. Jeden Tag wird der Napf mit Leidenschaft geleert. Sie verträgt die Futterumstellung sehr gut und ich habe das gute Gefühl, genau zu wissen, was in ihrem Napf ist. Ich bin also sehr zufrieden mit unserer Entscheidung.

Barft ihr auch? Oder gibt es Fragen eurerseits? Dann schreibt uns einen Kommentar 🙂

Viele Grüße
Maike & Koa

8 Gedanken zu “|Alltag| BARF – unsere erste Bilanz

  1. Huhu 🤗
    Wir BARFen auch, das portionieren handhaben wir aber anders: wir packen die Monatsration in einen Kübel, mischen gut durch und teilen dass dann auf 30 Dosen auf. Der Zeitaufwand für 1 Monat BARF liegt so bei knapp 1.5h, womit ich wirklich zufrieden bin 😊
    Liebe Grüße von Celine und Shaddi!

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  2. Huhu , wir sind auch noch Neulinge auf dem Gebiet Barf. Hauptgrund für die Umstellung war, dass meine Hündin vieles nicht vertragen hat und mit ständigem Juckteiz zu kämpfen hatte. Ich hatte keine Lust ein teures Allergikerfutter zu kaufen, wo ich wieder nicht die Zutaten kenne, daher habe ich mich für die Rohfleischfütterung entschieden. Das ganze machen wir nun seit etwa 3 Wochen. Ich teile die Ration dabei auf zwei Mahlzeiten am Tag auf, damit es nicht eine Große ist. Da ich noch studiere und dem Entsprechend noch recht viel Zeit habe, bereite ich die Gemüse und Obstration täglich frisch zu. Das Fleisch lege ich einen Abend vorher in den Kühlschrank zum auftauen.
    Ich muss auch sagen, dass meine beiden Fellnasen die Umstellung super vertragen haben. An das Thema Knochen habe ich mich bisher auch noch nicht getraut, das wird dann aber wohl auch demnächst folgen. Das Fell der beiden ist jetzt super weich und glänzend. Und mein rüde hat auch schon etwas Gewicht verloren, was gut ist, da er etwas zu viel hatte. Einmal die Woche haben wir ebenfalls einen veggie Tag und einen Tag fasten die beiden.
    Ich bin soweit super zufrieden und werde diese Fütterung auch weiterhin fortsetzen!

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    1. Ich finde es einfach klasse, wenn ich genau weiß, was in Koa’s Napf landet. Das funktioniert an sich wirklich nur beim Barfen…
      Bei Knochen kann ich wirklich nur empfehlen, mit Hühnerhälsen anzufangen. So kann sich der Magen langsam daran gewöhnen. Hat bei Koa super geklappt ☺️

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  3. Meine Lisa und ich Barfen schon seit nun fast 7 jahren, weil Lisa extrem Allergie behaftet ist.Trocken ging garnicht und Nass machte Durchfall. Mit 14 Wochen mußte ich Sie von jetzt auf gleich umstellen. Ferigfutter gibt es hier nicht dafür darf Sie aber alles andere. Vom Fischmann bekommt sie wöchendlich nen fetten rohen Hering geschenkt, der Dönnermann packt immer ungefragt extra ein Fleischportiönchen für Lisa ein. Ansonsten haben wir einen richtigen Schlachter im Dorf. Samstags schlachten sie Rinder und Freitags die Woche drauf hol ich dann Hundefutter. geflügel bekomm ich beim Geflügelzüchter. Wenn es mit dem Gemüse machen mal nicht klappt und man keine Zeit hat ist Glas Babynahrung auch mal eine gute Alternative. Neben ihrem Futter bekommt sie halt von allem was ab (1 bis 2 Happen)was wir auch Essen bzw das was über bleibt. Hund ist gesund und Fell glänzt

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    1. Ihr habt noch einen Schlachter im Dorf?! Das ist ja praktisch! Ich versuche auch möglichst viel frisch und regional zu kaufen, das klappt bisher auch zum Glück echt gut – und Koa bekommt an den Wochenmarkt-Ständen auch immer das ein oder andere kleine Extra 😉

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