|Alltag| Unsere Baustellen – ein Statusbericht

|Alltag| Unsere Baustellen - ein Statusbericht

Ich berichte euch ja regelmäßig von unseren Besuchen des ungeliebten Pubertiers. Koa ist mittlerweile zwei Jahre alt. Ich frage mich: Kann ich unsere Baustellen noch aufs Pubertier schieben? Oder ist Koa dafür mittlerweile zu alt?!

Wie auch immer. Nennen wir es Baustellen, statt unnötige Pubertier-Besuche. Eine andere Umschreibung, doch unterm Strich das gleiche Ergebnis. Wie sieht es also aktuell bei uns so aus?

Es ist wieder Winter geworden. Mit dem Winter kam auch die frühe Dunkelheit zurück – und damit Koa’s Unsicherheit. Ich habe davon schon auf Instagram berichtet. Viele erzählten, dass sie dieses Problem leider nur zu gut kennen. Da stellt zum Beispiel der Hund die Nackenhaare, weil da ganz plötzlich eine fiese Mülltonne im Weg steht…

Koa’s Angst ist unspezifischer. Sie ist im Dunkeln einfach deutlich angespannter, reagiert auf kleine Geräusche in der Umgebung und vor allem wenn uns Einzelpersonen entgegen kommen, wird sie sehr unsicher. Also stiefeln wir jetzt seit einigen Wochen jeden Abend im Dunkeln durch die Weinberge und das Dorf. Ich spiele jetzt auch verstärkt mit ihr unterwegs und verstärke nach wie vor positives Verhalten.

Das Training lohnt sich: Koa wird langsam aber sicher deutlich entspannter in der Dunkelheit. Auch wenn wir letzte Woche einen schweren Rückschlag einstecken mussten, als wir einen Betrunkenen trafen, der mit den Armen fuchtelnd und schreiend – er meinte wohl lieblich zu singen – auf uns zulief, an der Leine ein aggressiver Hund. Das hat uns ein paar Tage lang sehr zurückgeworfen. Aber wir sind wieder auf dem richtigen Weg.

Passend dazu: Wenn Koa in der Dunkelheit unsicher wird, hat sie auch die Tendenz, wieder an der Leine zu ziehen. Das entspannte Laufen an lockerer Leine klappt nämlich an und für sich immer besser. An guten Samstagen sogar im Trubel des Wochenmarktes. Aber auch die Baustelle „Leine“ ist noch nicht komplett abgebaut…

Und damit es mir nicht langweilig ist, eröffnete Koa vor ein paar Wochen eine weitere, bis dato unbekannte Baustelle: Eskalation, sobald es an der Tür klingelte. Also Eskalation im Koa-Stil. Sie bellt dann zwei, drei Mal und düst wie ein aufgeregtes Huhn durch die Wohnung.

Das habe ich allerdings schnell und unkompliziert in den Griff bekommen. Ich habe die Melodie der Klingel geändert und den neuen Klingelton mit Leckerli positiv verknüpft. Jetzt freut sie sich, sobald die Türklingel ertönt und ist grundsätzlich deutlich entspannter. Super! Immerhin eine Baustelle fristgerecht wieder abgebaut 😉

Katzen sind und werden wohl auch immer Feinde bleiben. Aber immerhin kommen wir jetzt schon mit weniger Drama an der Leine an Katzen vorbei. Mehr kann ich wahrscheinlich da nicht erwarten…

Das waren sie im Überblick, unsere Baustellen. Ich denke nach wie vor, dass ich mich nicht beschweren kann und darf. Aber an manchen Tagen muss ich wirklich tiiiieeef einatmen und mir immer wieder sagen: Sie macht das nicht, um dich zu ärgern… Ich bin gespannt, ob sich bald die dritte Läufigkeit blicken lässt und wie das die ganze Sachlage verändern wird. Es bleibt spannend 😉

Viele Grüße
Maike & Koa

4 Gedanken zu “|Alltag| Unsere Baustellen – ein Statusbericht

  1. Ich muss sagen, das mit der Klingel ist echt pfiffig ! Das muss ich mir unbedingt merken, falls es bei uns mal Probleme gibt ! – Obwohl, hier erschreckt sich immer jeder wenn es klingelt, weil wir nie Besuch oder Pakete bekommen :’D
    Es ist immer wieder interessant, wie viele mit den selben Baustellen kämpfen ! Bleibt dran ! Liebe Grüße ❤

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    1. Der alte Klingelton war aber auch zugegeben für mich unangenehm. Mit dem neuen leben wir beide besser 😉
      Ich finde es auch immer klasse, wenn andere von den Baustellen berichten. Man ist nicht alleine mit seinen Herausforderungen und ich glaube auch: So lange man gemeinsam daran arbeitet, wächst man als Team mehr und mehr zusammen. Es lohnt sich ☺️
      Viele Grüße!

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  2. Kennen wir beides nur zu gut. Leroy ist sehr angespannt im Dunkeln und obwohl er allgemein ein sehr nervöser Hund ist merkt man ihm an, dass dies im Dunkeln nochmal zunimmt. Auch die Klingel Sache kennen wir nur zu gut. Der pfiffige Hund bellt allerdings nur wenn jemand von draußen klingelt ( ein Klingelton wenn von draußen jemand klingelt, ein andere wenn meine Oma, die nebenan wohnt klingelt) allerdings kommt Leroy dann zu uns nach einmal bellen und geht nicht mehr nach vorne. Ach ja, was man mit den guten Fellnasen doch immer so für Freuden hat.

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